Gestern habe ich wieder eine LED Leiste verkabelt, da ist mir wieder eine Frage durch den Kopf geschossen.
Und zwar steht bei den Angaben zu den LED's immer die Spannung dabei z.B.: typ. 3.0V (max.3.4V)
Auf welchen Wert berechne ich jetzt die Widerstände? Auf 3.0 V oder 3.4 V und warum? Was hat dieser Abstand zu bedeuten?
Frage zur Spannung z.B. typ. 3.0V (max.3.4V)
Moderator: T.Hoffmann
- D.Stegmann
- Mega-User

- Beiträge: 473
- Registriert: So, 10.09.06, 20:20
- Wohnort: Erlangen
- Kontaktdaten:
Die typische Spannung bezieht sich immer auf den typischen Strom. Das ist der Strom, der eigentlich immer angegeben ist und mit dem du wahrscheinlich auch rechnest (20mA bei Standard-LEDs), die max. Spannung bezieht sich auf den max. Strom. Allerdings ist es immer empfehlenswert, wenn man die angegebene Lebenszeit erreichen will, die LED mit typ. Strom bzw knapp darunter zu betreiben.
Optimal ist also eine Rechnung mit typ. Strom und typ. Spannung
Optimal ist also eine Rechnung mit typ. Strom und typ. Spannung
- P.Sparenborg
- Site Admin

- Beiträge: 1276
- Registriert: Di, 28.12.04, 19:32
Das ist nicht ganz richtig. Die typische Spannung gibt in der Tat wie der Name schon sagt die typische Spannung(also die, die am häufigsten Auftritt) beim typischen Strom an. Die maximale Spannung gibt die maximlae Spannung, die beim typischen Strom auftreten kann an.
Hier liegt der kleine aber wichtige Unterschied: LEDs schwanken in der Durchlasspannung je nach Typ leicht aber meist eben doch sehr stark. Wenn man auf Nummer sicher gehen will: Immer mit der typischen Spannung rechnen! Oder wenn angegeben mit der minimalen Spannng, bei vielen LEDs sind aber typische und minimale Spannung gleich zu setzen. Somit war die Schlußfolgerung aber natürlich absolut richtig
Hier liegt der kleine aber wichtige Unterschied: LEDs schwanken in der Durchlasspannung je nach Typ leicht aber meist eben doch sehr stark. Wenn man auf Nummer sicher gehen will: Immer mit der typischen Spannung rechnen! Oder wenn angegeben mit der minimalen Spannng, bei vielen LEDs sind aber typische und minimale Spannung gleich zu setzen. Somit war die Schlußfolgerung aber natürlich absolut richtig
- D.Stegmann
- Mega-User

- Beiträge: 473
- Registriert: So, 10.09.06, 20:20
- Wohnort: Erlangen
- Kontaktdaten:
Okay, ich danke euch! 
Also dann nehme ich die typische Spannung für die Berechnung und setzte einen größeren Widerstand als berechnet.
Um wie viel Ohm größer als benötigt macht ihr den Widerstand immer, bzw. wie viel V weniger macht ihr immer pro LED unter der typischen Spannung? z.B. bei Grünen LED's mit 3,1 Volt.
Also dann nehme ich die typische Spannung für die Berechnung und setzte einen größeren Widerstand als berechnet.
Um wie viel Ohm größer als benötigt macht ihr den Widerstand immer, bzw. wie viel V weniger macht ihr immer pro LED unter der typischen Spannung? z.B. bei Grünen LED's mit 3,1 Volt.
Ich mess es einfach nach (so dass der typische Strom passt) und suche mir dann den passenden Widerstand raus. Außer es muss nicht sehr genau sein (LED wird nur mit max. 80% des typischen Stroms betrieben - was für Anzeigezwecke locker reicht - und am Widerstand wird mindestens 20% des Stroms verbraten). Dann kann man ohne Probleme einen passenden berechnen.
Beispiel Grünes LED: Typ. Strom 20mA typ. Spannung 3.1V
Eingangsspannung mind. 3.7V; bei exakt 3.7V würde ich dann einen Widerstand von 39Ohm verwenden (berechnet: 16mA Strom => zu verbratende Spannung 0.6V => 37.5 Ohm => passender Wert=39Ohm)
Beispiel Grünes LED: Typ. Strom 20mA typ. Spannung 3.1V
Eingangsspannung mind. 3.7V; bei exakt 3.7V würde ich dann einen Widerstand von 39Ohm verwenden (berechnet: 16mA Strom => zu verbratende Spannung 0.6V => 37.5 Ohm => passender Wert=39Ohm)
Zuletzt geändert von Borax am Mi, 10.12.08, 17:27, insgesamt 1-mal geändert.
- P.Sparenborg
- Site Admin

- Beiträge: 1276
- Registriert: Di, 28.12.04, 19:32
Ich mache es in der Regel so: Typische Spannung bei typsichem Strom -10%
Der daraus resultierende Widerstand ist sicherlich ausreichend. Sollte es genau den Widerstand nicht geben einfach den nächst höheren verfügbaren nehmen.
Das Nachmessen der tatsächlichen Spannung beim gewünschten Strom ist natürlich der perfekte Weg!
Der daraus resultierende Widerstand ist sicherlich ausreichend. Sollte es genau den Widerstand nicht geben einfach den nächst höheren verfügbaren nehmen.
Das Nachmessen der tatsächlichen Spannung beim gewünschten Strom ist natürlich der perfekte Weg!
- D.Stegmann
- Mega-User

- Beiträge: 473
- Registriert: So, 10.09.06, 20:20
- Wohnort: Erlangen
- Kontaktdaten:
Vielen Dank für den Tipp.
Das werde ich gleich bei meiner nächsten Leist ausprobieren das mit den 10 % und nachmessen werde ich auch mal.
Mit blosem Auge sieht man das ja eigentlich nicht, wenn die LED weniger Spannung bekommt.
Das werde ich gleich bei meiner nächsten Leist ausprobieren das mit den 10 % und nachmessen werde ich auch mal.
Mit blosem Auge sieht man das ja eigentlich nicht, wenn die LED weniger Spannung bekommt.


